Freitag, 18.05.2012
Modell-Schiffbau-Club Basel

Hauptmenü

  • Startseite
  • Über den MSCB
  • Der Vorstand
  • Veranstaltungskalender
  • MSCB in den Medien
  • Fotogalerie
  • Fachbeiträge
  • Anleitungen
  • Geschichte Dampfschiffbau
  • Projekte
  • Weblinks
  • Kontaktadresse MSCB
  • Die Seite durchsuchen
  • Administration

Aktuelle Termine

  • 25.05.2012 - 28.05.2012 | 18.00 Pfingsweekend Camp...
  • 01.06.2012 | 20.00 Monatsversammlung ...
  • 15.06.2012 - 17.06.2012 Swiss Open Champio...
  • 16.06.2012 - 17.06.2012 | 10.00 Freundschaftstreff...
  • 22.06.2012 | 18.00 Monatsversammlung ...

Wetter

Das Wetter heute

Besucherzähler

mod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_counter
mod_vvisit_counterHeute74
mod_vvisit_counterGestern393
mod_vvisit_counterDiese Woche1538
mod_vvisit_counterLetzte Woche3032
mod_vvisit_counterDiesen Monat6472
mod_vvisit_counterLetzen Monat13188
mod_vvisit_counterTotal328817
Visitors Counter
Facebook MySpace Twitter Digg Delicious Stumbleupon Google Bookmarks RSS Feed 
1838 S. Cunard, Aussteigen oder Mithalten? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Erwin I. Amrein   
Dienstag, den 06. September 2005 um 02:27 Uhr

Der mit einer grossen Segelschiff-Flotte reich gewordene Reeder Samuel Cunard und der ländliche Maschinen und Schiffbauer Robert Napier, Erbauer eines kleinen Eisenschiffes, waren seit dem Atlantikerfolg der „Great Western“ beide einer Meinung: „Die Zukunft der Schiff­fahrt liegt bei den Dampfschiffen“.

Robert Napier, Sohn eines Schmiedes, galt als Erfinder mit zweifelhaften Gedanken. Er wurde von der Fachwelt nicht ganz ernst genommen. Während dem Bauen eines Dampfkessels ist er um 1825 auf den verrückten Gedanken gekommen, einen kleineren Versuchsdampfer aus Eisenplatten zu bauen. Robert Napier hatte schon mehrere kleinere Schiffe mit sehr guten Dampfmaschinen gefertigt, die sich auf kurzen Strecken ausgezeichnet bewährten.

Samuel Cunard wusste, dass seine Seglerflotte den Express-Fracht und Postanteil an die schnelleren Dampf-Schiffe abgeben müsste, wenn er nicht reagierte.

S. Cunard

In Robert Napier fand S. Cunard den geeigneten Partner, um seine Flotte mit den neuesten Dampfschiffen zu modernisieren.

Er verbündete sich mit R. Napier und bestellte sofort 3 Dampfschiffe.

Der Bestellauftrag lautete auf drei Schiffe von 950t  Wasserverdrängung und einer Maschinenleistung von 300PS. Der Kaufpreis lautete auf 32'000 Pfund.

Robert Napier garantierte S. Cunard: „Alles was mit der Maschinerie zu tun hat, werde ich sehr widerstandsfähig und aus den besten Materialien herstellen.

Es ist von äusserster Wichtigkeit, Vertrauen einzuflössen.

Jede solide und bekannte Verbesserung mit der ich vertraut bin, wird von mir übernommen werden.“

Eine solche Einstellung war ganz im Sinne von S. Cunard.

Die Anpassungen an den grossen Werftauftrag und die laufenden Verbesserungen der Maschinerie, brachten bei der Ablieferung der ersten zwei Dampfschiffe R. Napier noch keinen finanziellen Erfolg. Qualität hatte Vorrang. Die neuen S. Cunard-Raddampfer wurden schon mit 375PS Maschinenleistung geliefert.

Ab Mai 1840 wird die neue Cunardflotte die Post zwei mal im Monat von England nach Halifax (USA) und zurück befördern können, garantierte S. Cunard den postverantwortlichen Leuten.

Für die schönen neuen Raddampfer der S. Cunardlinie konnte die Reederei bestens bewährtes Personal von der Seglerflotte abziehen und neu einsetzen.

Auch Robert Napier sorgte sich persönlich für die Ausbildung des Maschinenpersonals.

Das „Flagschiff“ die „Britannia“ wurde schon mit 1139t Wasserverdrängung und beachtlichen 700PS Maschinenleistung geliefert.

Alle drei Schiffe waren eine Meisterleistung der Werft R. Napier.

S. Cunard vertraute dem Kapitän, der Schiffsmannschaft und den neuen Raddampfern so sehr, dass er sich entschliessen konnte die Jungfernreise der „Britannia“ nach den USA und zurück, mit seiner Tochter Ann mitzufahren.

Am 4. Juli 1840 wollte S. Cunard mit seinem „Flagschiff“, der „Britannia“, vor allem die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, seiner Schiffslinie demonstrieren. Nur knapp die Hälfte der 124 Schiffsplätze wurde von zahlenden Mitreisenden belegt.

Kapitän Woodruff wurde von der Reederei S. Cunard schriftlich angewiesen: „Für die Teilhaber des Schiffes sei es sehr wichtig, Sicherheit und Schnelligkeit zu demonstrieren, doch darf nichts übertrieben werden.“

Während der Reise beauftragte S. Cunard den Maschineningenieur persönlich, auf Sparsamkeit bedacht zu sein. Die Türen des Heizkessels sollten möglichst geschlossen bleiben.

Der Dampfkessel muss in regelmässigen Abständen durchgepresst sein. Die Maschinenumdrehungen müssen alle zwei Stunden gezählt und in das Logbuch eingetragen werden.

Um die Pünktlichkeit der Cunardschiffe zu demonstrieren, hatte die Gesellschaft schon Vorbereitungen für ein riesiges „S. Cunardfest“ getroffen. Auf den vorgesehenen Ankunftstag in Boston waren auf Risiko sehr prominente Gäste eingeladen.

S. Cunard rechnete für eine Atlantiküberquerung durchschnittlich 14 Tage.

Schon nach dreizehn Tagen war die „Britannia“ in Halifax eingetroffen. Nach sieben Stunden wurde die Reise, mit Ziel Boston Neu-England, angetreten.

Bei der schwierigen Ost/Westpassage hatte er bereits schon einen Sicherheitstag gewonnen. Die Reise nach Boston wurde, mit grosser Zuversicht auf Gelingen, angetreten.



Der britische und ausländische Konsule, Lokalpolitiker und der Rektor der Harvard-Universität, alle konnten das pünktliche Eintreffen der „Britannia“ mit Böllerschüssen und einer Begrüssungsparade mit Musik, Festessen und vielen Lobreden, glücklich feiern. Für alle Beteiligten war das S. Cunard-Fest ein unvergessliches Erlebnis.

Der Postvertrag war für sieben Jahre zugesichert.




< Zurück   Weiter >
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. September 2005 um 02:27 Uhr
 
© 2010 Modell-Schiffbau-Club Basel