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Grössere und schnellere Dampfschiffe 1843 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Erwin I. Amrein   
Dienstag, den 06. September 2005 um 02:33 Uhr

Great Britain

1843 Indienststellung der „Great Britain“, 3840 t, des damals grössten Dampfers aus Eisen.

Nach Plänen des erfolgreichen Ing. I.K. Brunel gebautes Fahrgastschiff für 60 Fahrgäste und Fracht von 600 t, im Transatlantikverkehr Liverpool – New York, Reisedauer 14 Tage.

Mit diesem Schiff hoffte Ing. I.K. Brunel, die „Great Western Steamship Company“ zu bereichern.



Das schöne Schiff war schon seit 1838 im Bau. Länge 88,1 m, grösste Breite 15,4 m, Raumtiefe 9,9 m, Tiefgang beladen 5,8 m. Der Rumpf wurde ausschliesslich aus Eisen gebaut. Verwendet wurde ein Schiffspropeller von 4,7 m Durchmesser mit 8,5 m Steigung.



Eine grosse 4-Zylinder-Dampfmaschine leistete 1000 PS. Die um 60° geneigten Zylinder übertrugen ihre Arbeitskraft auf eine im Schnittpunkt über ihnen gelagerte Kurbelwelle. Über ein grosses Kettenrad wurde die im Schiffsrumpf tief gelegene Schraubenwelle angetrieben. Für diese Kraftübertragung musste eine starke Antriebskette verwendet werden.

Die Fahrgeschwindigkeit des Schiffes betrug 9¼  Knoten (9¼  Seemeilen/Std.).

Als erstes Schiff hatte der Eisenrumpf noch Schlingerkiele angebaut.

Doch 1844, nach der vierten Atlantiküberquerung, setzte der Kapitän bei nebligem Wetter den Stolz Grossbritanniens an der Küste von Irland auf eine Sandbank. Infolge des dabei entstandenen Schadens musste die „Great Western Steamship Company“ leider aufgelöst werden.

Ing. Brunel hat die Schuld dieses Missgeschickes dem Kapitän zugeschrieben, doch es könnte auch wegen des Eisenschiffes an einer Fehlanzeige des Kompasses gelegen haben.



Nach fast einem Jahr Stütz- und Abtrage-Arbeit konnte Ing. I.K. Brunel das Schiff wieder aus seiner misslichen Lage befreien.



I.K. Brunel verkaufte das Schiff an eine kleinere Gesellschaft. Es wurden kleinere Kofferkessel mit nur 1 Atm. (1 bar) Dampfdruck eingebaut und eine kleinere, oszillierende Dampfmaschine wurde montiert.



Das Schiff wurde für Fahrten nach Australien eingesetzt. Wenn die Windverhältnisse günstig waren, musste gesegelt werden.


Die „Great Britain“

Noch nach über 150 Jahren kann das schöne, wieder rekonstruierte Schiff im gleichen Dock besichtigt werden, von dem es auf seine Jungfernfahrt gestartet ist.

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. September 2005 um 02:35 Uhr
 
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