| 1852 Die Great Eastern "Das Riesenschiff" |
|
|
|
| Geschrieben von: Erwin I. Amrein | |||
| Dienstag, den 06. September 2005 um 02:40 Uhr | |||
Ing. I.K. Brunel hatte das Aktienkapital zusammen für den Bau des
Gross-Schiffes, welches genügend Kohle mitnehmen und mit dem eigenen
Treibstoffvorrat von jedem Hafen der Erde die Heimreise bewältigen konnte.![]() 1852 wurde auf der Werft von Ing. Scott Russel, in Millwal bei London, nach den Plänen von I.K. Brunel mit dem Bau des Dampfschiffes „Great Eastern“ begonnen. Die Baulänge des Schiffes wurde nach der Länge der grössten Ozeanwelle gewählt. Das Riesenschiff hatte eine Länge von 207,25 m, grösste Breite 25,15 m, Raumtiefe 17,7 m, Tiefgang 9,14 m. Deplacement 27'400 t. Damals kannte man den Zweischraubenantrieb noch nicht, darum wurde noch der zweite Antrieb mit riesigen Seitenschaufelrädern eingebaut. Mit beiden Antrieben zusammen hoffte Ing. I.K. Brunel 12 Knoten zu erreichen (1 Knoten = 1 Seemeile in 1 Stunde). Für die Eisenkonstruktion des Schiffes konnte I.K. Brunel einiges an Erfahrung einbringen.![]() ![]() Um 1850 hatte er den Bau der Britanniabrücke über die Menaistrasse vollendet, welche eiserne Tragkasten hat. Auch für das Zellensystem des Schiffes wurde das Tragkastenprinzip übernommen. ![]() ![]() Das Schiff wurde mit zwei Schalen gebaut. Schiffsboden und die äussere Schiffshaut waren 900 mm voneinander entfernt, mit 19 mm dicken Platten genietet. Die Längsspanten waren miteinander verstrebt und wasserdicht verbunden. Spanten und Oberdeck gaben mit ihrer Zellenkonstruktion dem Schiffsrumpf grosse Stabilität. Zwei Längs- und 10 Querschotte, welche wasserdicht waren, sollten zur Sicherheit beitragen. (Diese sinnvolle Bauweise mit Doppelrumpf sollte neuzeitlich auch zur Sicherheit der modernen Oeltankschiffe vorgeschrieben werden.)
|
|||
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. September 2005 um 02:41 Uhr |



















