| 1856 Ein wichtiges, richtungweisendes Ereignis |
|
|
|
| Geschrieben von: Erwin I. Amrein | |||
| Dienstag, den 06. September 2005 um 02:47 Uhr | |||
|
Am 23. April wurde von der Admiralität eine grosse Flottenparade befohlen. Mit viel Prominenz, als Zuschauer, versammelten sich auf der Reede von Spithead auch die junge Königin Victoria. 240 englische Kriegs-Schiffe sollten sich in drei Gefechtsreihen formieren. Vom grössten Linien-Schiff „Herzog von Wellington“ mit seinen 131 Kanonen und 1100 Mann Besatzung, bis zum kleinsten Kanonenboot mit nur 2 Kanonen und 25 Mann Besatzung, sollten alle Schiffe an ihre vorgeschriebenen Plätze segeln. Doch das Wetter war so still, dass Segel nicht von Nutzen gewesen wären. So lange die Musterung dauerte, wurde kein Segel aufgespannt.![]() Das Bereitstellen dieser „ungeheuren“ Flotte konnte nur mit Dampfkraft geschehen. Zehn kleine Schraubendampfschiffe, welche man im Hintergrund halten wollte, mussten die Segelkriegs-Schiffe an ihre Positionen bugsieren. Alle zehn Schraubendampfer hatten Schiffs-Schrauben, hergestellt von der Firma J. Watt. Die Wasseroberfläche wurde kaum aufgeregt. Mit wallischem Anthracit vermied man den widerwärtigen Rauch der Maschinenfeuer. „Es war ein eindrucksvolles Schauspiel, wie es der Welt bis dahin noch nicht geboten wurde.“ Jedoch schon in vielen Köpfen musste das imposante „Segelkriegs-Schiff“, einer neueren „Dampf-Flotte“ Platz machen.
|
|||
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. September 2005 um 02:47 Uhr |















